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Altes Pfarrhaus Ehemaliges Querdielenhaus mit zweigeschossiger Utlucht an der Nordseite, inschriftlich datiert 1662. Städtebaulich hervorgehoben durch die exponierte Lage direkt an der Weser. Zeitweise Wohnung des Pastors der Lutherkirche. Obergeschoß und Dachgeschosse vorkragend. Teilweise erneuert, insbesondere die gesamte Giebelfront zur Weser. Die Jugendherberge wurde in Bauabschnitten ab 1951 errichtet; Einweihung 22. April 1955. Architekten: (in der Anfangsphase:) Rudolf Simon, Hameln; Paul Grütz, Holzminden. Auf dem Standort der längst verschwundenen Eversteiner Burg errichtet, soll der Turm an jene erinnern. An der Wand neben dem Turm farbig das Wappen der Stadt Holzminden in seiner heutigen, seit dem Jahre 1905 bestehenden Form. Es zeigt eine Palisade (Holzminden besaß im Mittelalter keine Stadtmauer) mit drei Türmen; im Tor des mittleren Turmes ist der Eversteiner Löwe zu sehen als Erinnerung an die Grafen von Everstein, welche Holzminden einst das Stadtrecht verliehen. Die Stadtfarben sind seit 1905: weiß-blau. Südlich der Jugendherberge der Rest des 1837 auf Kosten der Sollinger Steinbruchskasse angelegten Hafens. Bei Trassierung des jetzigen Hafenbahngleises mußte ein Teil des Hafens zugeschüttet werden.
Die Zwiebel gehört zur Familie der Liliengewächse. Zu ihrer Verwandtschaft zählen der wilde Bärlauch, der Weinberglauch und der wilde Schnittlauch. Kultivierte Abkömmlinge sind der Knoblauch, die Schalotte und der Lauch. Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen, ihr Geburtsort liegt in den Gebirgen und Steppen Ost- und Mittelasiens, von wo aus sie über den Orient in den Mittelmeerraum gelangte. Zwiebeln werden als aromagebende Zutat im häuslichen Gebrauch meist frisch verwendet. Bei der industriellen Verwendung ist der Einsatz von rohen und getrockneten Zwiebeln nur bedingt möglich. Daher wurde die Entwicklung von Zwiebelaroma notwendig. Bereits 1951 wurde von der damaligen Firma Dragoco ein Frischzwiebel-Extrakt hergestellt. Hierzu wurde der Frischzwiebelsaft durch Dünnschichtverdampfung eingedickt. Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre wurden Roh- und Bratzwiebelaroma entwickelt. Seit Ende der 80er, Anfang der 90er Jahre wird in Holzminden Bratzwiebelaroma in einer Vakuumtrocknungsanlage hergestellt. Dabei wird der Zwiebelsaft in drei Konzentrationsschritten im Vakuum ca. achtfach konzentriert. Das anfallende Kondensat wird mit Hilfe einer Rektifikationskolonne konzentriert und zur Zwiebelölgewinnung eingesetzt. In der Medizin wird der Zwiebel magen- und herzschützende Wirkung nachgesagt. Ihr Verzehr soll vor Thrombosen und Infarkten bewahren, gegen Erkältungen vorbeugen und sogar bei Haarausfall helfen. |
Bratzwiebel