7. Duftstele - Thymian & wrisbergscher Hof

Wrisbergscher Hof

Der seiner Restaurierung harrende Wrisbergsche Hof ist der einzige noch erhaltene Adelshof der Stadt Holzminden. Seinen Namen trägt er nach früheren Besitzern aus der Familie von Wrisberg in Wrisbergholzen. Das verbliebene Haupthaus stammt aus dem späten 17. Jahrhundert.

Wenige Meter nördlich an der Schulstraße das ehemalige Gebäude des Gymnasiums, die jetzige „Schule an der Weser“. Grundsteinlegung 21. Juli 1824; Einweihung 28. September 1826. Klassizistisches Gebäude nach einem Entwurf des Kammerbauinspektors Karl Liebau (1780 - 1842). Verputzter Massivbau aus Sollingsandstein. Die Fassade an der Weserstraße wird beherrscht von dem übergiebelten Mittelrisalit, verziert mit einem Arabesken-Fries. Die ehemalige Inschrift DEO ET LITTERIS [Gott und den Wissenschaften (geweiht)] wurde schon um 1900 entfernt. Eingänge auf der Hofseite; dort auch eine lange Inschrift. Im Dachgeschoß befanden sich ursprünglich die Wohnungen für zehn Stipendiaten.

Verschiedene bedeutende Persönlichkeiten waren im Laufe der Jahrhunderte Schüler des Holzmindener Gymnasiums: Eine Bronzetafel erinnert an den Chemiker Robert Wilhelm Bunsen (1811-1899), der 1825 bis 1828 diese Schule besuchte. Zu erwähnen ist ebenfalls der Pädagoge, Sprachforscher, Schriftsteller und Verleger Joachim Heinrich Campe (1746-1818), geboren in dem bei Holzminden gelegenen Dorf Deensen – das heutige Gymnasium in Holzminden trägt seinen Namen.

Darstellung einer ThymianpflanzeThymian

Thymian gehört zu der Familie der Lippenblütler. Er ist in Südeuropa sowie im gesamten Mittelmeerraum beheimatet und wird auch in den USA kultiviert. Der bis zu 30 cm hohe Halbstrauch besitzt lange, lineal bis langzettlige Blätter, die nach unten eingerollt sind, und rosa Blüten.

Das Thymianöl wird durch Wasserdampfdestillation aus der ganzen Pflanze gewonnen.

Zur Gewinnung von 1 kg Thymianöl benötigt man, abhängig von Provenienz und Herstellungsverfahren, ca. 100 kg Pflanzenmaterial.

Sein Duft ist extrem stark, sehr charakteristisch, krautig-süß und würzig.

In der Medizin wird dem Thymian anregende, desinfizierende, appetitanregende, blutdruckerhöhende, krampflösende und magenstärkende Wirkung zugeschrieben.

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Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 10:49 Uhr
 
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