2. Duftstele - Vanillin & Fachhochschule

Die Fachhochschule

Detail einer Figur an der FH HAWKIm Winter 1831/32 begann Kreisbaumeister Friedrich Ludwig Haarmann mit Kursen für angehende Bauhandwerker. Daraus entwickelte sich die Holzmindener Baugewerkschule, jetzt aufgegangen in der Fachhochschule Hildesheim-Holzminden-Göttingen. Gegenwärtig befinden sich in Holzminden ein Teil der Fakultät Bauwesen sowie das Institut für Chemie, ab WS 2003/04 auch ein Teil der Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit.

Grundsteinlegung des heutigen Gebäudes am 25. April 1898 (100. Geburtstag F. L. Haarmanns); Einweihung 16. August 1902. Ursprünglich historistisches Gebäude mit verzierten Giebeln nach einem Entwurf des Architekten Karl Opitz, Holzminden. 1945 ausgebrannt, wurde die Schule in schlichten Formen wieder aufgebaut. An der Fassade überlebensgroße Darstellungen eines Zimmermanns und eines Maurers als Vertreter der wichtigsten Bauhandwerker. Im Inneren ein glasgedeckter Lichthof mit umlaufenden Gängen in allen Stockwerken.

Darstellung einer VanillepflanzeDas Vanillin

Die Vanillepflanze gehört zur Pflanzenfamilie der Orchideen, die über die ganze Welt verbreitet sind. Die Gattung Vanille umfaßt 110 Arten, von denen weniger als 20 aromatische Früchte tragen. Ökonomisch ausgenutzt und in großem Ausmaß kultiviert wird aber fast ausschließlich Vanilla planifolia.

Ihre Frucht gehört zu den erlesensten Gewürzen. Obwohl zahlreiche Arten der Orchideen duftende Blüten zur Schau stellen, haben diese, außer der Vanille, keinen parfümistischen Wert.

Hauptanbaugebiete sind die Westindischen Inseln, Brasilien, Réunion, Mauritius, Java, Madagaskar, die Seychellen, Tahiti und Sansibar.

Die Vanillepflanze ist ein kletternder, schlingpflanzenartiger Epiphyt und besitzt einen mehrere Meter langen Stamm mit fleischigen Blättern. Ihre Frucht ist eine etwa 15 cm lange Schote. Die frischen Früchte sind geruchslos. Der Duftträger „Vanillin“ bildet sich erst nach langer Lagerung durch einen Fermentationsprozess. In der Parfümerie wird ein Vanille-Absolue durch Extraktion mit organischen Lösungsmitteln gewonnen.

Der Vanilleduft läßt sich als warm, süß-balsamisch beschreiben.

Neben dem Naturprodukt werden in der Parfümerie synthetisch hergestelltes naturidentisches Vanillin und das künstliche Ethylvanillin verarbeitet.

Im Jahre 1874 gelang dem jungen, aus Holzminden gebürtigen Chemiker Dr. Wilhelm Haarmann die Synthese von Vanillin aus dem Rindensaft von Fichten. Das war der Start der Duft- und Geschmackstoffindustrie hier vor Ort und beantwortet zumindest teilweise die Frage, wie der Duft nach Holzminden kam.

Erzählen Sie Ihren Freunden von uns

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 13. April 2011 um 10:07 Uhr
 
© 2010 | Stadtmarketing Holzminden GmbH | Markt 2 | D-37603 Holzminden |